Wir sind niemals am Ziel,
sondern immer auf dem Weg.

Christine Fässler-Kamm

Wir sind niemals am Ziel, sondern immer auf dem Weg.

Christine Fässler-Kamm

… und meine Trauer innerhalb der Familie

Ich bin Christine Fässler, geboren 1970 und aufgewachsen mit drei Geschwistern als Bauerntochter im Zürcher Oberland, unterhalb des Bachtels. Ich bin verheiratet und Mutter von zwei wunderbaren, erwachsenen Söhnen. Ich wohne mit meiner Familie in Buttikon SZ.

Schon vor dem Erlernen des Hebammen-Berufes von 1990 bis 1993 in Luzern bin ich mit Geburt und Tod in Berührung gekommen. Mein Elternhaus war gross, ein Generationenhaus, die Grosseltern wohnten auch da. Beide sind in meiner Jugendzeit gestorben. Ich habe gesehen, was Tod und Trauer bedeutet. Als ich schon ausgezogen war, erkrankte meine Schwester. Niemand ahnte, dass diese Krankheit einen schnellen Verlauf nahm. Sie starb wenige Wochen nach der Diagnose als 19-jährige, junge Frau.

Meine Eltern, meine Geschwister und ich haben unterschiedlich getrauert. Wir alle waren geschockt und mit unserem Leben ganz unterschiedlich gefordert. Verstehen, trauern, begreifen, füreinander dasein, zuhören – aber auch organisieren müssen, das war unglaublich viel. Im Nachhinein hätte es gut getan, es wäre jemand da gewesen, der uns Schritte erklärt, uns die Zeit einräumt, Ideen bringt. Wir machten einfach, auch wenn wir einiges schon wussten, wie wir es machen wollten, wir würden es heute anders tun.

… und die Trauer in meinem Beruf

Es entsteht Leben. Ich bin als Hebamme täglich davon berührt. Es gibt aber auch den Tod in der Zeit der Schwangerschaft, Geburt und in der ersten Zeit danach. Damit bin ich auch konfrontiert. Das Thema der Trauer ist dann im Fokus. Es gab Ereignisse in meinem Hebammen-Dasein, die mich ganz, ganz nah sein liessen und mir zeigten, dass ich gerade dann begleiten möchte, wenn der Weg so schwer ist. Eltern eine neue Hoffnung auf ein Weiterdenken und Weiterhandeln nach einem Verlust zu vermitteln ist mir genauso wichtig wie Eltern in der freudigen Zeit nach einer Geburt zu begleiten.

Meine Ausbildungen

  • zertifizierte Trauerbegleiterin und Mitgliedschaft bei FKT Ost, Fachstelle für Krisen und Trauerbegleitung (Ausbildung bei Domenica Meier Durisch in Chur)
  • diverse Weiterbildungen und Mitgliedschaft bei Kindsverlust.ch
  • Weiterbildung «Rituale gestalten bei Abschied und Trauer»
  • Selbstfürsorge für Fachpersonen in der Trauerbegleitung
  • Selbststudium diverser Literatur über Trauer, Tod usw.
  • Diplom als Hebamme, Mitgliedschaft beim Schweizerischen Hebammenverband SHV
  • zertifizierte Hypnose in Geburtsvorbereitung und Geburtsverarbeitung
  • Mitglied vom Rotkreuzdienst RKD

«Wir hatten in der 11. SSW eine Fehlgeburt, der Herzschlag unseres ersten Baby hat aufgehört zu schlagen, was uns emotional und psychisch sehr mitgenommen hat. Wir waren wütend, verletzt und fühlten uns mit der Situation überfordert. Die Gespräche mit Christine haben uns geholfen, die Situation besser zu verstehen und neue Hoffnung zu schöpfen. Sie hatte für jedes Problem und Anliegen ein offenes Ohr. Wir fühlten uns verstanden und aufgehoben. Die Zeit war schwer und hat uns viel Energie und Trauer gekostet, durch Christine haben wir neue Hoffnung entwickelt und Vertrauen für eine nächste Schwangerschaft gewonnen. Christine ist eine offene und empathische Frau und wir sind froh, dass sie uns in dieser schwierigen Zeit begleitet hat.»

Jasmin und Chris von Uznach

«Liebe Christine, wir waren sehr froh, dass du in der speziellen Zeit an unserer Seite warst. Du hast uns in den schweren Situationen sehr liebevoll und vertraulich unterstützt und begleitet. Dafür sind wir dir dankbar und möchten dich von Herzen weiterempfehlen.»

S.K und D.K aus Reichenburg

«In einer Zeit des absoluten Sturmes war Christine der ruhige Anker. Sie dachte an alle wichtigen Kleinigkeiten, die wir vergessen hätten. Sie war uns eine grosse Stütze auch nach der Geburt unseres toten Sohnes.»

Barbara aus Pfäffikon

«Nachdem wir aufgrund der Diagnose Trisomie 13 unsere Tocher in der 19. SSW gehen lassen mussten, stand uns Christine in der Zeit danach bei. Neben der medizinischen Nachsorge half uns vor allem ihre fürsorgliche und einfühlsame Art, über den schweren Verlust hinwegzukommen. Ein Jahr später durften wir unseren Sohn in den Armen halten und haben uns gefreut, dass uns Christine wieder betreut hat.»

Martina und Ivan aus Reichenburg

«… durch deine einfühlsame, wohlwollende und verständnisvolle Art sahen wir in dieser schweren Zeit des Abschieds einen Lichtblick. Wir sind dankbar, dass wir durch deine unterstützende Begleitung der Trauer Raum gegeben haben. Du hast uns geholfen, unsere Empfindungen zu sortieren und dabei Kraft zu finden. Unser verstorbenes Kind hat für immer einen Platz in unseren Herzen. Von Herzen Danke…»

Simone und Philipp Späni